Bei der Knochen-Szintigraphie handelt es sich um Stoffwechselbilder der knöchernen Umbauvorgänge.
Diese Untersuchung kann unter anderem bei folgenden Fragestellungen angezeigt sein:
- Entzündliche Knochen- und Gelenkerkrankungen, (z.B. Osteomyelitis, Polyarthritis, Psoriasis), M. Sudeck
- knöcherne Ursachen für Schmerzen (ossäres Korrelat)
- Lockerung eines künstlichen Gelenks (TEP-Lockerung)
- Knochenbrüche oder -prellungen (auch Ermüdungsbrüche)
- Gewebsuntergang im Knochen (aseptische Knochennekrose - z.B. M. Perthes), Knochenvitalität (z.B. nach Trauma/OP)
- Knochenmetastasen (z. B. bei Mamma-Ca, Prostata-Ca)
- Primäre Knochentumoren, umschrieben Knochenstoffwechselerkrankungen (z.B. M. Paget)
Planen Sie für die Untersuchung (einschl. Einwirkzeit für die verabreichte diagnostische Substanz) insgesamt gut 4 Stunden ein.
Untersuchungsablauf
In einem ausführlichen Gespräch besprechen Sie mit einem unserer Ärzte Ihre Beschwerden, die bisher durchgeführten Untersuchungen und Behandlungen sowie den Ablauf der geplanten Untersuchung.
Im Anschluss wird eine Spur einer radioaktiven Substanz in Ihre Armvene injiziert und ggf. die erste Aufnahme, die sogenannte „Frühaufnahme“, zur Beurteilung möglicher entzündlicher Veränderungen, erstellt. Allergische Reaktionen gegen die verwendete Substanz sind nicht bekannt. Die Strahlenbelastung ist deutlich geringer als bei einer Computertomographie. Die Substanz wird über mehrere Stunden langsam im Skelettsystem angereichert und über die Nieren wieder ausgeschieden. Daher ist eine Einwirkzeit von ca. 2-3 Stunden nötig, bis die sogenannten „Spätaufnahmen“ zur Beurteilung des Knochenstoffwechsels erstellt werden können.
Während dieser Einwirkzeit können Sie die Praxis verlassen, Sie sollten jedoch mindestens 1 Liter Mineralwasser trinken und häufig die Harnblase entleeren. Dadurch wird die Aufnahmequalität verbessert. Mineralwasser ist in der Praxis ausreichend vorhanden.
Die Aufnahmen werden im Liegen durchgeführt. Sie erfolgen mit einer sog. Gammakamera, die über Ihren ganzen Körper gleitet bzw. langsam rotiert. Bei dem Gerät handelt es sich um keine geschlossene Röhre, es ist zu den Seiten hin offen und macht keinen Lärm. Daher werden die Aufnahmen auch bei bestehender Platzangst in aller Regel gut toleriert. Während der gesamten Untersuchung werden Sie durch unsere technischen Assistenten betreut, die sich ständig in Rufweite befinden.
Die erstellten Bilder werden zeitnah von dem behandelnden Arzt direkt am Computer befundet.
In einem abschließenden Gespräch bespricht der Sie betreuende Arzt mit Ihnen den Befund. Der Arztbrief erreicht 1-3 Tage später postalisch Ihre überweisende Arztpraxis.
Wenn Sie an weiteren grundsätzlichen Details zur Radioaktivität und ihrem Einsatz in der Medizin interessiert sind, möchten wir Ihnen den Text „Allgemeine Informationen zur Nuklearmedizin“ als Lektüre empfehlen.